HANDEL: In Naumburg fand der bereits fünfte Deutsch-Irakische Wirtschaftstag statt.
Geschrieben von ALBRECHT GÜNTHER   


Active Image Am 22-10-2009  fand auf Einladung der Deutsch-Irakischen Mittel­standsvereinigung (Midan) sowie der Außenwirtschaftsfördergesellschaft der Industrie- und Handels­kammern (IHK) in Sachsen-Anhalt (Intercom) im Naumburger Rats­keller den 5. Deutsch-Irakische Wirt­schaftstag statt. Über 80 Teilnehmer aus der Wirtschaft der irakischen Region Kurdistan sowie Vertreter deutscher Unternehmen - so der Leipziger Messe - hatten sich zur Konferenz angemeldet. Sie wurden von Midan-Präsident Gelan Khulusi, der seit einiger Zeit in Naum­burg lebt, herzlich begrüßt.
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 بتاريخ 22-10-2009 وبدعوة من الاتحاد العراقي الالماني للاعمال اقيم في مدينه ناومبورع المؤتمر الاقتصادي الخامس للاعمال 

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„Wir sind hier, weil wir Geschäfte zwischen Irak und Deutschland sowie umgekehrt machen wollen", sagte Khulusi. Midan als eine ausschließlich von Unternehmen getragene Vereinigung wolle dabei gern behilflich sein. „Wir vertreten die Interessen von über 1200 deutschen und irakischen Mitgliedern sowie diverser irakischer Verbände und Institute. Der Verein unterhält sechs Niederlassungen in Bagdad, Erbil, Syleymania, Duhok und Kirkuk", so Khulusi. Solche Kontakte angebahnt sowie begleitet werden auch von Intercom, wie deren Geschäftsführerin Birgit Stodt- ko unserer Zeitung sagte.

 
Active Image „Für die weltweite Außenhan-delstätigkeit mit rund 50 Ländern führen wir für Firmen aus Sachsen- Anhalt jährlich etwa 150 Veranstaltungen durch, in denen wir umfassend informieren", hob Frau Stodtko hervor. Auch Länder wie der Irak rückten dabei zunehmend in den Fokus. Im weiteren Programm der Tagung - zuvor hatten Naumburgs Oberbürgermeister Bernward Küper sowie Kreis-Wirt- schaftsamtsleiter Thomas Böhm Grußworte gesprochen - wurde dies vom Naumburger Rechtsanwalt Ulrich Biermanski unterstrichen. Er informierte über das In¬vestitionsgesetz, das 2006 von der Regionalregierung Kurdistans vorgelegt w orden w ar. Es erhielt 2008 eine Ergänzung durch ein zwischen Deutschland und dem Irak abgeschlossenes Handelsabkommen. „Mit dem Gesetz ist es ausländischen Firmen möglich, im Irak tätig zu werden, mit dem Abkom­men werden das Eigentum und das Eigenkapital geschützt", so Bier­manski. Und Dirk Grube vom inter national tätigen Sicherheitsunter nehmen BA-Enterprise, der der Irak sehr gut kennt, schätzte ein „Die Sicherheitslage in Kurdistar hat sich nachhaltig stabilisiert Deutsche Unternehmen könner sich dort gut bewegen."
Active Image Für ihre Regionen warben in die ser Hinsicht auch die Leiter der ir den Städten Erbil - in ihr leben 1,5 Millionen Menschen - und Dohuk ansässigen Midan-Niederlassungen. „Unsere Provinz bietet füi Deutschland einen interessanten Markt, gibt es doch in vielen Bereichen großen Nachholbedarf, so Saqfan Barwari aus Dohuk.
Dass es beim Aufbau florierender Geschäftsbeziehungen zum Irak doch noch einige Hürden zu überwinden gilt, zeigte die verspätete Ankunft etlicher irakischer Gäste. Sie hatten wegen zweitägiger Schließung der Grenze zur Türkei ihr Ausreisevisum erst am Mittwoch gegen 16 Uhr erhalten. Dennoch entwickelte sich in den Workshops, die am Nachmittag in den Räumen des IHK-Bildungszen trums zu den Themen Handel, Finanzen und Transport sowie Energie stattfanden, rege Diskussionen. Der Tag klang mit einem Begegnungsabend im Ratskeller aus.
 
 
 
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